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Karate-do

Ausschnitt aus meinem Buch „Der Karate-Weg – Lehre und Leidenschaft“

mit Bezug auf die Abteilung „Keiko Karate-do Rödental“

                                              

Geschichtliche Entwicklung des Karate-do

Es heißt, die ostasiatischen Kampfkünste haben sich bereits im sechsten Jahrhundert nach christlicher Zeitrechnung gebildet, unter anderem aus bestehenden Kampfsystemen, aus dem Yoga und aus der Gesundheitsgymnastik Qi Gong. Im Laufe der Zeit wurden die unterschiedlichsten Kampfkünste und Stile durch Einfluss von verschiedenen Religionen, regionalen und gesellschaftlichen Gegebenheiten sowie Neigungen und Stärken verschiedenster Meister geprägt. Sportliche Zielsetzungen sind erst vor wenigen Jahrzehnten herausgelöst worden und stehen heute recht häufig im Vordergrund. Die alte und ungleich komplexere Karate-Kunst lebt dennoch weiter. Rückblickend und umsichtig betrachtet, hat die Geschichte des heutigen japanischen Karate-do eine aussichtsreiche Zukunft. Die Abteilung „Keiko Karate-do Rödental“ soll dazu beitragen, das Feuer der Kampfkunst weiterzutragen.

 

Definitionen der Kunst

Das allgemein bekannte „Kara te“ (leere Hand) ist eine recht junge Sportart, die durch eine alte Tradition geprägt ist. Die weniger bekannte Kunst „Karate-do“ (Do = Weg) ist eine umfassende Weg-Lehre, eine Lehre des Lebens, eine Lebensphilosophie.

Doch was versteht man darunter? Was ist Karate-do nun konkret? Wo liegt der Unterschied zwischen Kampfkunst und Kampfsport? Kann man Karate-do als einfachen Breiten-Sport bezeichnen oder doch eher als eine komplexe Individual-Kunst? Geht es um bloße Körperertüchtigung und Leistungssteigerung, um Selbstverteidigung oder doch um noch viel mehr? Gibt es beim Üben noch andere Ziele als das Erlernen von physischen Techniken?

Es gibt keine allgemein gültige Definition für die Inhalte und Ziele der klassischen Kampfkunst Karate-do. Jeder Übende und jeder Meister hat eine andere Sichtweise. Für jeden Karateka eröffnet sich ein ganz eigener, persönlicher Weg. Dieser ist jedoch geprägt von Elementen und Inhalten, die unbedingt dazugehören müssen.

Karate-do ist eine bodenständige Kampfkunst. Abgehobene Kampffilme entsprechen nicht der Realität. Das altehrwürdige Karate-do ist eine geistige und körperliche Methode zur Meisterung des eigenen Selbst. Der Übende setzt sich kritisch mit seinem Körper, mit seiner Persönlichkeit und den eigenen Einschränkungen auseinander. Neben der körperlichen Stärkung dient das Betreiben der Kunst dann in ihrer Gesamtheit auch dem Selbstschutz und vorrangig der persönlichen Prägung. Der Karateka befasst sich auf seinem Weg des Lernens mit der Geschichte, mit den Hintergründen und der Komplexität der klassischen Kunst. Bei einer entsprechenden Geisteshaltung findet im Inneren eine Reifung statt, welche nach außen wirkt. Rein äußere Ziele wie Gürtel, Urkunden und Pokale haben wenig nachhaltigen Wert. Karate-do ist mehr als lockere Freizeitbeschäftigung, Körperertüchtigung, Sport oder Wettkampf.

Man kann Karate als Sport betreiben oder Karate-do als Kunst. Es stellt sich hier nicht die Frage, ob das eine besser sei als das andere. Es gibt auch nicht den perfekten Stil oder nur die eine, optimale Kampfkunst. Jede Kunst und die Ergebnisse der stetigen Übung sind immer nur so gut wie die betreffende Person selbst. Jeder Übende muss für sich individuell herausfinden und entscheiden, welche Art und Intensität des Trainings sowie der ganzheitlichen Übung zur eigenen Persönlichkeit, zu den körperlichen Fähigkeiten, Neigungen und Interessen passt. Die Konsequenz aus dieser persönlichen Festlegung ist die Akzeptanz des tatsächlich Erreichbaren.

Man darf sich nicht der Illusion hingeben, dass sowohl der Karate-Sport als auch das klassische Karate-do für jedermann geeignet sind. Grundsätzliche charakterliche Eigenschaften müssen vorhanden sein, um diszipliniert, beharrlich und selbstkritisch in einem geregelten Rahmen an sich arbeiten zu können. Gewaltbereite Schläger finden hier kein Zuhause. Karate, wie auch immer betrieben, ist kein Spiel. Es ist die ernsthafte Auseinandersetzung mit der eigenen Präsenz. Jeder Karateka überprüft, wie er dasteht, ob körperlich oder persönlich-gesellschaftlich. Zum Zeitpunkt der Übung und im Optimum der Bemühung ist er allein mit sich und der Technik. Dazu muss ein aufrichtiger Karateka bereit sein.

Beim Lesen meines Buches und im Üben der Kunst kann jeder für sich auf Entdeckungsreise gehen. Ein Neueinsteiger sollte nicht zu früh aufgeben, damit er sich ein umfangreiches Bild machen kann. Es ist sinnvoll, sich und der Kunst eine Chance zu geben. Die folgenden Ausführungen können hoffentlich bei vielen Menschen die tief verwurzelte Sympathie für das klassische Karate-do ans Tageslicht bringen. Ungeahnte Talente und Fähigkeiten finden danach in der Übung ihre Anwendung und Kultivierung. Mein Schriftwerk gibt einen Überblick über die faszinierende Vielfalt und den Einfluss der alten Kunst auf das moderne Leben.

 

Mehr als Sport

Wer klassisches Karate-do betreibt, sieht den körperlich-sportlichen Effekt eher als Nebenprodukt. Vorrangig geht es um die Optimierung der Technik, um die Erlangung eines breiten Technikspektrums, um das Bewusstwerden über die eigenen Grenzen und um die Förderung von menschlichen Tugenden wie beispielsweise Bescheidenheit, Mitgefühl und Respekt. Im Karate-do werden nicht nur wettkampf- und prüfungsrelevante Techniken und Formen geübt. Hier lernt der Übende, teilweise mit Übungsgeräten, alle Komponenten der Kampfkünste, auch solche, die in vielen rein sportlich geprägten Karatevereinen vernachlässigt werden oder sogar gänzlich unbekannt sind.

Die altüberlieferte Kampfkunst Karate-do beinhaltet nicht nur Schläge, Tritte und die Abwehrtechniken dieser Angriffe. Zu den Inhalten gehören ebenso richtiges Fallen, Wurftechniken, Gelenkhebel, effektive Selbstverteidigung, Energiearbeit, ehrenhafte Werte und Etikette, geschichtliche Hintergründe, Philosophie und Meditation. Zudem werden annähernd alle Muskeln am Körper trainiert und gestrafft. Ergänzendes und in modernen Zeiten viel beworbenes Bauch-Beine-Po-Training ist nicht nötig.

Der Karateka wahrt im Training die Gesundheit des Übungspartners durch Nichttreffen. Schlagkraft trainiert er am Sandsack und an Schlagpolstern. Wer seine Muskeln gegen Schläge abhärten möchte, kommt auch auf seine Kosten. Jeder übt so intensiv, wie er es möchte, nur regelmäßig sollte es sein. Aber damit noch nicht genug. Da Karate-do seine Basis im Qi Gong hat, werden bei den Übungen die Meridiane (Energieleitbahnen, bekannt aus der Traditionellen Chinesischen Medizin) durch gezielte Streckung und Muskelanspannung stimuliert, um gesunderhaltend zu wirken. Wer sich regelmäßig im Karate-do übt, stärkt also Körper und Geist, was dem immer mehr krankheitsfördernden und stressigen Alltag entgegenwirkt. Ausgeglichenheit und Selbstsicherheit sind Teile des Erfolgs.

Diese Vielfalt in der Übung schafft Abwechslung und immer neue Aha-Effekte für Frauen und Männer jeden Alters. Da in der klassischen Kampfkunst nicht in Richtung Wettkampf trainiert, sondern an der Entwicklung der eigenen Technik und der Meisterung derer gearbeitet wird, ist das Üben auch für alle Altersklassen geeignet. Das klassische Karate-do ist für jedermann eine gewinnbringende Auseinandersetzung mit sich selbst. In Studien zählt das Sport-Karate zum engen Kreis der gesündesten Sportarten überhaupt. Hinsichtlich noch umfassenderer, positiver Wirkung ist Karate-do als Kunst noch viel höher anzusiedeln.

Informationen und Anmeldung

Markus Amberg
Ziegelei 4a
D - 96487 Dörfles-Esbach

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Spruch des Monats

 

"Wer philosophiert, hat eine gewisse Ahnung.
Wer praktiziert, erlangt Wissen"
(Markus Amberg)